Abaelard: Sein Leben - sein Denken
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Gesprochen von:
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Clemens Tangerding
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Annette Gunkel
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Von:
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René Richtscheid
Über diesen Titel
Wird man in etwa einem halben Jahrhundert den tausendjährigen Geburtstag von Abaelard feiern, bzw. anerkennend würdigen? Dies lässt sich nicht leicht vorstellen. Jedoch gibt es einige Aspekte, die als Verdienst hervorgehoben werden können, etwa das einige Zeit nach ihm anstatt der drakonischen Spiegelstrafe, d.h. einer offenen Beschämung, hingegen die Strafe gemäß der (schlechten) Absicht erfolgt. Wer gar nicht versteht worum es dabei (sträflicherweise) geht, dem sollte man dies erklären. Die katholische Kirche führte als neue Form die Beichte ein, die bis in die heutige Zeit fortbesteht.
Intuitiv betrachtet erscheint Abaelard zwar modern hierin, jedoch auch gegen seine Zeit. Er musste oft den Lehrort wechseln, als Lehrer außerhalb der Kirche, wurde angefeindet, als Ketzer verurteilt, dann im Kloster das auf Unterordnung beruhte oft versetzt, weil er dem Verstand gegen die Tradition ein hohes Gewicht gab. Er litt viel in seinem Leben, sah dies aber auch als ein Ansporn, offenbar.
Wie konnte er sich überhaupt behaupten, wenn er viele in seiner Präsenz störte? Nun, das liegt daran, dass er schon in jungen Jahren einer der talentiersten Logiker und Dialektiker war, vielleicht der gefragteste an der bedeutendsten noch jungen Universität in Paris und sehr beliebt bei Studierenden war. Auch Kirchenfunktionäre wollten ihn für sich gewinnen, doch war er kein Mensch den, zumindest in späteren Jahren Ruhm oder Reichtum bequemen konnte, sich anzupassen.
In jungen Jahren ist die Beziehung zu seiner Schülerin Heloise bekannt geworden, wobei er selbst sagte, einen großen Fehler gemacht zu haben, wie auch als junger Lehrer ihm der Ruhm zu Kopf gestiegen war und er überheblich geworden war.
Dieses Hörbuch bietet einen unterhaltsamen Überblick über sein Leben, die Zeitgeschichte, z.B. die Gründung der Universitäten aus einem Wanderleben, die Rolle von Kirche und Politik in dem Spannungsfeld zum Leben der Menschen und auch die philosophische Aufassung von Abaelard, seine Lehre.
Als ein Logiker beginnend kam er zu moralischen Fragestellungen, auch da er religiöse Ämter übernahm und Rat geben musste. Er betonte als Intuitionist in der Nachfolge von Aristoteles' Konzeptualismus die Rolle der Vernunft und ist damit gleichsam einer der Väter der Theologie, was damals noch provokativ für die Kirche, nur dann erst zu glauben, wenn man durch den Verstand einsichtig wurde. Eine Handlung war ihm erst dann schlecht (sündhaft), wenn die Person bewusst gegen ihre Einsicht handelt. Die Lust am Schlechten ist ihm nicht schlimm, da es darauf ankommt wie man diese richtig erleben könnte, in guter Weise. Es wird so deutlich dass er nicht lustfeindlich war, jedoch auch nicht Lust als einen Selbstzweck ansah. Wenn Menschen immer nur Lust ablehnten, dann würden sie zu Triebtätern, also wäre es besser sich eine angemessene Befriedigung zu verschaffen, ansteht sich widervernünftig zu verklemmen.
Diese ethischen Überlegungen sind im Grunde genommen sehr abstrakt. Dies sollte berücksichtigt werden, um Abaelard, oder seinem Denken näher zu kommen. Denn was zu seiner Zeit noch Anstoß durch Päpste fand, das fand bei späteren wiederum großen Gefallen. Andererseits kann je nach Kontext auch einiges an Einsicht heute noch als störend empfunden werden, was sein Denken auch heute noch fruchtbar erscheinen lässt.
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