Vom Regen in die Traufe
Krebs haben Patienten, ich doch nicht
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Gesprochen von:
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Magde Conrad-Schneider
Über diesen Titel
Eine spannende, fast unglaubliche Lebensgeschichte, die Mut macht und Hoffnung gibt und den Leser bis zum Schluss in ihren Bann zieht.©2014 Magdes Verlag (P)2014 Magdes Verlag
Warum verschiedene Blicke in die Zukunft bzw. mögliche Enden?
Zu viel des Guten
Sehr lang gezogen
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traumhaft
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Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?
Ich habe lange gezögert mir dieses Hörbuch zu kaufen. Die Geschichte interessierte mich, aber die Hörprobe schreckte mich zunächst ab. Die Autorin liest ihr Buch leider(!) selbst. Ihr Vorlesetempo verführt wahrscheinlich jede Schnecke eben mal kurz vorbeizuhuschen. Dazu der schwäbische Sing-Sang mit einer unnatürlichen Betonung, lassen das Buch nur bei anderthalbfacher Vorlesegeschwindigkeit einigermaßen fließend erscheinen. Nur bei den Worten "Krebs" und "Montag" kann es der Autorin nicht schnell genug gehen und so wird man in der Eintönigkeit des vorgesungen Textes immer jäh aus dem Halbschlaf gerissen, wenn "Krebbs" und "Monntag" im Satzbau auftauchen.Über all das kann man vielleicht noch hinwegsehen. Vielleicht war es der guten Frau sehr wichtig, ihr Buch selbst zu lesen... Aber der Inhalt war genauso enttäuschend. Stundelang dreht sich "die Story" darum, mit welcher Kollegin, Schwester, Freundin bzw. den Bekannten von Ihren Freunden, Schwägerinnen etc. pp.sie wann gesprochen, telefoniert oder Kaffee getrunken hat. Minutiös werden diese immer gleichen Gesprächsthemen wiedergegeben. Wichtig ist nicht die Diagnose als solche, ihre Bedeutung für den Patienten oder das weitere Leben, sondern viel mehr deren Wirkung auf das spießbürgerliche Milieu, in dem die Autorin offensichtlich zuhause ist. Wer hat wann wie viel Anteilnahme gezeigt oder nachgefragt, wie es ihr geht. Mehr interessiert die Autorin scheinbar nicht. So bekommt man sogar eine Liste mit den besten Freundinnen vorgelesen - da wäre z.B. (Zitat):
"... da wären z.B. die Renate hier vom Dorf, die Anna von hier, Tante Hilde aus Karlsruhe, die Almut aus Ulm, die Annerose in der Schweiz, auch die Syliva aus der Schweiz, die Marliese aus Brasilien, die Ade, die an diesem Mittag kommen wollte, die Katrin aus Schwäbisch Hall, die Inge mit ihrem Andi, die Gudrun aus Bad Mergenheim, die Ursel aus Holzgerlingen, Christiane aus Bochum, Cornelia aus Tuttlingen, die Thea aus Idstein."
Alle Namen der huckligen und buckligen Verwandtschaft werden in Endlosschleife wiederholt und man setzt offensichtlich voraus, dass der Leser - nach Erwähnung aller anderen Bekannten und Freunde und deren Reaktionen auf die Diagnose - auch alle noch genau wissen, wer "Friedlinde im Schwarzwald" war.
Das nicht noch seitenlange Kuchenrezepte wiedergegeben werden, oder man erfährt, wie viel Sahne wer am liebsten im Kaffee mag, hat mich sehr verwundert.
Ich habe es ehrlich gesagt nicht all zu lange ausgehalten...
Fazit: Wer sich für das Denken und die doch sehr eingeschränkte Wahrnehmung einer älteren Frau vom Dorfe mit wenig intellektuellem Tiefgang interessiert, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Wer etwas über die psychische Verarbeitung einer solchen Diagnose oder über medizinische Belange erfahren möchte, sollte sich dieses Buch getrost ersparen. Hier gibt es zum gleichen Thema weitaus bessere Erzählungen.
Schade um die vertane Zeit
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