Die Legende von Sankt Julian
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Gesprochen von:
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Max Volkert Martens
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Von:
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Gustave Flaubert
Über diesen Titel
Die Handlung hat im zentralen Motiv des unerfahren brutalen Kriegers Julian einige Ähnlichkeit mit der Figur des Achilles wie sie Homer in der Ilias beschreibt. Dort klagen selbst die Flüsse dass Achilles in ihnen flehende Unschuldige voller Genugtuung verbluten lässt. Achilles Klage betreffend der Gegenwehr dieses strömenden Gewässers überhören die Götter, da sie sich nicht wegen Sterblicher untereinander streiten.
Bei Flaubert ist es die Natur selbst in der Personifikation durch Tiere die Julian entgegentritt. Was Flaubert abhebt von traditionelleren Allegorien, die Legenden immer auch sind, ist die traumhafte, halluzinatorische Realität einiger Szenen als Kontrast zu den sonst nüchternen realistischen Beschreibungen. So stolpert er teils über getötete Tiere nahe einem Abgrund und erblickt dann wiederum im Abendrot in Entrückung Ansammlungen von Tieren, die sich ganz gehorsam in Harmonie seiner Jagslust gebeugt zu haben scheinen und (vermeintlich) getötet werden wollen. Selbst die Berührung mit Aussätzigen wird sagbar. Flaubert erarbeitete diese Erzählung ab 1844 und veröffentlichte sie 1877, d.h. in einer Zeit des Wandels einer Poesie die bei Baudelaire das Hässliche zeigt und mit Rimbaud den Mut zu einer ausdrucksstark erlebnisnahen Sprache findet. Ich finde diese Legende sehr unscheinbar, weil sie hochkonzentriert ist. Es lässt sich einerseits viel in sie hineininterpretieren, so könnte man an die sich anbahnende Massenkriegsführung denken, doch dies hält sie gewissermaßen aus und macht so ihren Wert aus.
Scheideweg
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